Es ist das,
was Du daraus machst!

Selbstfürsorge – ist das nicht egoistisch?

 

Die kurze Antwort für alle, die es ganz eilig haben: Nein!

Die ausführliche Antwort: Mangelnde Selbstfürsorge kann auf lange Sicht zu Stress, Burnout, Depressionen und allen möglichen körperlichen Erkrankungen führen. Deshalb ist es ganz einfach vernünftig, sich gut um sich selbst zu kümmern.

In meinen Gesprächen mit Klienten höre ich immer wieder, dass sie sich eine lange Zeit nicht um sich selbst gekümmert haben – oft, weil sie mit der Betreuung der Kinder, der Pflege von Angehörigen oder den Anforderungen ihres Berufes so beschäftigt waren, dass sie gar nicht bemerkt haben, was ihnen fehlt. Irgendwann waren sie dann ausgebrannt, antriebslos, energielos, unglücklich … sie hatten sich komplett selbst verloren.

Das ist kein schöner Zustand, und es ist besser, es nicht so weit kommen zu lassen.

 

Was versteht man unter Selbstfürsorge?

Selbstfürsorge (englisch „Self Care“) bedeutet, sich auf physischer und psychischer Ebene um seine eigene Gesundheit zu kümmern und gut auf die eigenen Bedürfnisse zu achten. Hierzu zählen unter anderem Ernährung, Schlaf, Körperpflege, soziale Interaktionen, Sport sowie Erholung.

Selbstfürsorge bedeutet nicht, egoistisch zu sein und nur an sich selbst zu denken. Selbstfürsorge bedeutet, sich selbst und die eigenen Bedürfnisse genauso wichtig zu nehmen wie die der anderen! Es bedeutet, eine gute Balance zu finden zwischen dem, was man für andere tun möchte und dem, was man für sich selbst braucht.

 

Wie mache ich das mit der Selbstfürsorge denn?

1. Zeit für sich selbst nehmen

Es ist ein guter Anfang, sich jeden Tag ein paar Minuten Zeit zu nehmen, um sich auf sich selbst zu konzentrieren. Dabei helfen Fragen wie: „Was sehe / höre / fühle ich jetzt gerade?“, „Was brauche ich jetzt?“, „Was würde mir jetzt gut tun?“

Schon kleine Dinge machen einen Unterschied: sich die Zeit nehmen, sich eine Tasse Tee zu kochen; mal kurz das Fenster aufmachen und sich strecken; etwas essen, wenn man Hunger verspürt etc.

2. Dinge tun, die Freude bereiten

Ein Hobby wieder aufnehmen, ein Spaziergang in der Natur, ein Treffen mit Freunden, ein Buch lesen, ein Bild malen, ein Bad nehmen, im Chor singen – es gibt so viele Möglichkeiten, etwas zu tun, das einem Freude bereitet. Wer sich Zeit für schöne Dinge nimmt und sich selbst bewusst etwas Gutes tut, entspannt sich, baut Stress ab und lädt die eigenen Batterien wieder auf.

3. Auf die Ernährung achten

Eine gesunde Ernährung ist ein wichtiger Aspekt der Selbstfürsorge. Ausgewogen und abwechslungsreich zu essen und ausreichend zu trinken, ist ein guter Anfang!

4. Regelmäßig bewegen

Wichtig zu wissen: durch Bewegung werden Stresshormone abgebaut! Es muss nicht immer ein intensives Workout sein, auch ein Spaziergang oder Yoga können helfen, den Körper fit zu halten und Stress abzubauen.

5. Ausreichend und Erholungszeiten einplanen

Schlaf, Erholung und Regeneration sind wichtig (und nicht etwa Zeitverschwendung!)

„Und dann braucht man ja auch noch Zeit, um einfach dazusitzen und vor sich hin zu schauen.“ (Astrid Lindgren)

Stress und Anspannung führen leider oft zu Schlafproblemen. Sport, Entspannungsübungen, Meditation, ein warmes Bad oder auch eine Gewichtsdecke können beim Einschlafen helfen.

6. Sich Unterstützung suchen

Es ist wichtig, sich Unterstützung zu suchen, wenn man sie braucht. Das kann ein Gespräch mit Freunden oder Familie sein oder auch eine professionelle Beratung. Niemand muss alles alleine schaffen! Und es ist auch wichtig, Hilfe annehmen zu können.

 

Fazit:

Gut für sich selbst zu sorgen und auf die eigenen Bedürfnisse zu achten, ist ein wichtiger Baustein für physische und psychische Gesundheit und ein erfülltes Leben! Ein weiterer positiver Aspekt ist übrigens, dass dadurch das Selbstwertgefühl gestärkt wird.

Also, ihr Lieben: seid gut zu euch!